04.07.2026 Pressemitteilung zum Wahlkreistag in Esslingen am Neckar

Esslingen am Neckar, 04. Juli 2026. Sehr geehrte Damen und Herren,
das Projekt Hallo Bundestag führte am 04. Juli in Zusammenarbeit mit dem Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen und der Volkshochschule Esslingen den Wahlkreistag im Wahlkreis Esslingen durch. Mitten in einer Zeit internationaler Krisen und globaler Unsicherheiten kamen hier zufällig ausgeloste Menschen zusammen, um über eine zentrale Frage zu diskutieren: „Außenpolitik ist ganz weit weg“ – aber stimmt das eigentlich? Im Dialog mit ihren Bundestagsabgeordneten Dr. David Preisendanz und Dr. Sebastian Schäfer standen heute für die Teilnehmenden neben den aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten, auch das Spannungsfeld von wertebasierter Außenpolitik im Mittelpunkt.
Der Wahlkreistag in Esslingen ist Teil einer bundesweiten Reihe von insgesamt 50 Veranstaltungen bis 2028, die zufällig ausgeloste Menschen mit ihren Bundestagsabgeordneten ins Gespräch bringt. Ziel des Formats ist es, den direkten Austausch zwischen den Menschen und ihren Abgeordneten zu stärken – jenseits von Wahlkampf, Social Media und politischen Schlagworten.
Am Vormittag kamen 25 zufällig ausgeloste Teilnehmende aus dem Wahlkreis zusammen, die sich zuvor noch nie begegnet sind. Gemeinsam setzten sie sich mit der Frage auseinander, welche Auswirkungen außenpolitische Entscheidungen auf ihr Leben und ihre Region haben. So war den jungen Teilnehmenden vor allem das Thema Sicherheitspolitik wichtig, und die unterschiedlichen Positionen zur Einführung einer Wehrpflicht wurden diskutiert. Der Austausch bildete die Grundlage, um Fragen und konkrete Vorschläge für die anschließende Diskussion mit den Abgeordneten zu erarbeiten.
Am Nachmittag kamen die Teilnehmenden mit den Bundestagsabgeordneten Dr. David Preisendanz (CDU) und Dr. Sebastian Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen) ins Gespräch. In der Diskussion lag der Fokus zunächst darauf, wie die Wirtschaft hinsichtlich wichtiger Ressourcen und kritischer Infrastruktur unabhängiger von unsicheren und autoritären Partnern werden kann. Hier sprachen Teilnehmenden auch aus einer eigenen Betroffenheit heraus, da sie vor Ort in der Industrie tätig sind, die von aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten betroffen sind. Aber auch die Frage nach Erwartungen an die deutsche Außenpolitik wurde vor dem Hintergrund zentraler Werte für die Außenpolitik diskutiert.
Claus Lüdenbach (Leiter vhs Esslingen): „Volkshochschule lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Der Wahlkreistag schafft einen Rahmen, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gesellschaftliche Themen gemeinsam reflektieren können. Genau solche Begegnungen möchten wir als Volkshochschule fördern.“
Andreas Caspar (Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen/Öffentlichkeitsarbeit):„Wahlkreistage können die Menschen mit Politik und Politiker:innen verbinden und damit mehr Identifikation mit unserem Gemeinwesen schaffen. Diakonieläden sind Begegnungsorte, in denen das stattfinden kann. Wir freuen uns, wenn wir Leute auch zukünftig begrüßen können."
Ralph M. (Teilnehmender): „Für mich war das Alters- und Meinungsspektrum sehr interessant. Wir hatten trotz allem oder gerade deswegen einen tollen Austausch in der Gruppe. Besonders überrascht war ich von den klaren Standpunkten der jungen Menschen.“
Dr. Davis Preisendanz (CDU): „Im Alltag bewegen wir uns oft in vertrauten Kreisen. Umso wertvoller sind Formate wie der Wahlkreistag, die unterschiedlichste Menschen zusammenbringen. Die offene und respektvolle Gesprächskultur hat gezeigt, wie viel Potenzial im gegenseitigen Zuhören und Verstehen liegt. Gerade in einer Zeit, in der Debatten häufig zugespitzt geführt werden, sind solche Begegnungen ein wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine lebendige Demokratie.“.
Dr. Sebastian Schäfer (Bündnis 90/die Grünen): „Politik wirkt oft weit weg - dabei betrifft sie oft unseren Alltag. Der Wahlkreistag schafft deshalb einen direkten Austausch: Dabei geht es nicht um Vorwissen, sondern um Fragen, Erfahrungen und Perspektiven - und darum, Politik verständlicher und greifbarer zu machen. Ich freue mich auf viele Gespräche und Begegnungen."
