09.05.26: Pressemitteilung zum Wahlkreistag in Geisenheim

Hallo Bundestag veranstaltete gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation Bündnis für Demokratie und Vielfalt Rheingau e.V. den ersten Wahlkreistag 2026 in Geisenheim. 
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Geisenheim, 09. Mai 2026. Das Dialogprojekt Hallo Bundestag veranstaltete gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation Bündnis für Demokratie und Vielfalt Rheingau e.V. den ersten Wahlkreistag 2026 in Geisenheim. Am Wahlkreistag kommen zufällig ausgeloste Menschen aus einem Wahlkreis mit ihren Bundestagsabgeordneten ins Gespräch. Der Wahlkreistag im Wahlkreis Rheingau-Taunus – Limburg ist Teil einer 50 Wahlkreise umfassenden Deutschlandreise.

Die persönlichen Erfahrungen der Ausgelosten stehen an dem Tag im Mittelpunkt. Am Vormittag sind sie zunächst unter sich und sprechen über Wirtschaftspolitik. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mit Diskussions-Übungen wie dem „Aktiven Zuhören“ geht es vor allem darum, eine wertschätzende Diskussionsatmosphäre zu einem politischen Thema zu schaffen. Hallo Bundestag möchte so besonders politikfernen Menschen Zugang zu politischen Diskussionen schaffen und ihre Beziehung zur Bundespolitik stärken.

Am Nachmittag kommen die Ausgelosten mit ihren Bundestagsabgeordneten Ayse Asar (Bündnis 90/Die Grünen), Martin Rabanus (SPD) und Klaus-Peter Willsch (CDU) ins Gespräch. Sie stellen ihnen ihre Fragen, persönlichen Erfahrungen und Ideen aus den Gesprächen vom Vormittag vor. Die Abgeordneten hören in erster Linie zu und ordnen die Anregungen in ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete ein. Die Ergebnisse der Forschungsergebnisse zeigen: Das Vertrauen der Teilnehmenden in politische Institutionen steigt stärker, wenn mehrere Parteien am Wahlkreistag präsent sind.

Anna (ausgeloste Teilnehmerin): „Es ist schön zu sehen, dass die Gesellschaft gar nicht so gespalten ist, wie das häufig in den sozialen Medien vermittelt wird.“

Matthias (ausgeloster Teilnehmer): „Wahlkreistage könnten bewegen, dass der Politiker und die Menschen, die sich damit auseinander setzen ein besseres Gehör finden und auf die Belange der Bürger etwas besser eingehen können.“

Ayse Asar (Bündnis 90/Die Grünen): „Gerade in Zeiten multipler Krisen hat der Wahlkreistag deutlich gemacht, wie zentral der Dialog mit unterschiedlichen Menschen ist: Die Ideen und Perspektiven der Teilnehmenden sind unverzichtbar, um wirtschaftlichen Wandel krisenfest, sozial und nachhaltig zu gestalten.“

Martin Rabanus (SPD): „Der Wahlkreistag zeigt, wie wichtig es ist, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären“.

Klaus-Peter Willsch (CDU): „Es war bemerkenswert, dass sich die Teilnehmer einen ganzen Samstag Zeit dafür genommen haben. Es gab interessante Anregungen, wobei natürlich nicht alle umsetzbar sind und auch insgesamt wichtig ist, den Menschen zu demonstrieren, dass es immer wieder notwendig ist, Mehrheiten zu organisieren, was Zugeständnisse der an der Mehrheitsbildung Beteiligten erfordert.“

„Das Format hat uns direkt überzeugt, weil es einen barrierefreien Zugang zur Politik ermöglicht und somit vielfältigste Stimmen zu Wort kommen lässt, die von sich aus vielleicht niemals am politischen Diskurs teilgenommen hätten. Das ist auch für die Abgeordneten gelebter Dialog mit echter Aussagekraft" sagt Miriam Kowalewsky, Vorstandsvorsitzende des Bündnisses für Demokratie und Vielfalt Rheingau e.V.

Die Co-Projektleitung von Hallo Bundestag, Paul Naudascher, bezeichnet das Dialogformat als Modellcharakter mit Zukunft: „Unser Ziel ist es, Wahlkreistage flächendeckend mit unseren lokalen Partnerorganisationen zu testen und langfristig in der Politik zu etablieren.”

 

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